Im Gespräch mit Dr. Friedrich Gagsteiger und Edona Mirakaj
Eine Kinderwunschbehandlung ist ein gemeinsamer Weg. Bei BestFertility arbeiten ärztliches Team, IVF-Labor, medizinische Fachangestellte und Organisation eng zusammen. Der ärztliche Leiter, Dr. med. Friedrich Gagsteiger, und Geschäftsführerin Edona Mirakaj sprechen über die Entwicklung des Zentrums – und darüber, was gute Zusammenarbeit für Menschen bedeutet, die uns ihren Kinderwunsch anvertrauen.
Herr Dr. Gagsteiger, was freut Sie an der Entwicklung von BestFertility besonders?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Dass wir unsere langjährige Erfahrung in einem Team bündeln, das eine gemeinsame Vorstellung von guter Kinderwunschmedizin hat. Eine Behandlung umfasst weit mehr als Diagnostik. Wir beraten, planen die Therapie, begleiten den Verlauf und treffen Entscheidungen gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten. Hinzu kommen die anspruchsvolle Arbeit im Labor und die persönliche Betreuung im Alltag. Dass all diese Bereiche bei BestFertility so eng zusammenwirken, freut mich sehr.
Edona Mirakaj: Mich freut besonders, dass aus unseren Vorstellungen ein gemeinsamer Praxisalltag geworden ist. Wir konnten Räume und Abläufe bewusst gestalten und dabei die Erfahrungen unseres Teams einbeziehen. Heute erleben wir, wie jeder Bereich dazu beiträgt, dass Menschen sich gut informiert, ernst genommen und begleitet fühlen.
Was macht eine gute Begleitung vom ersten Gespräch bis zur Behandlung aus?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Am Anfang steht das Zuhören: Was beschäftigt die Menschen? Welche Erfahrungen haben sie bereits gemacht? Was wünschen sie sich? Daraus entwickeln wir einen medizinisch sinnvollen und individuell passenden Weg. Wir erklären Möglichkeiten, Belastungen und Grenzen einer Behandlung offen und verständlich. Auch während der Therapie bleiben wir im Gespräch. Eine Patientin sollte beispielsweise nachvollziehen können, weshalb wir ihre Stimulation anpassen oder einen bestimmten nächsten Schritt empfehlen. Vertrauen entsteht, wenn Fragen Raum haben und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden.
Edona Mirakaj: Für uns gehört dazu, dass die vielen einzelnen Schritte einen verständlichen Zusammenhang ergeben. Wer eine Kinderwunschbehandlung beginnt, braucht Orientierung: Wie läuft die Behandlung ab? Wie lassen sich Termine mit Beruf und Alltag vereinbaren? An wen kann ich mich bei Fragen wenden? Mein Team und ich möchten diesen Weg so übersichtlich und verlässlich wie möglich gestalten.
Wie arbeiten Ärzte, medizinische Fachangestellte und Labor konkret zusammen?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Bei einer IVF- oder ICSI-Behandlung wird diese Zusammenarbeit besonders deutlich. Das ärztliche Team plant und überwacht die Stimulation und legt den Zeitpunkt der Eizellentnahme fest. Die medizinischen Fachangestellten begleiten die Patientin, erläutern ärztliche Vorgaben und bereiten die einzelnen Behandlungsschritte mit vor. Im IVF-Labor werden Eizellen und Spermien sorgfältig bearbeitet, die IVF- oder ICSI-Behandlung durchgeführt und die weitere Entwicklung beobachtet. Für die Planung des Embryotransfers stimmen sich ärztliches Team und Labor eng ab. Jeder Bereich bringt dabei sein eigenes Fachwissen ein.
Edona Mirakaj: Damit diese Zusammenarbeit gelingt, müssen Termine, Vorbereitung und Informationswege gut ineinandergreifen. Gerade bei zeitlich eng abgestimmten Behandlungsschritten braucht es klare Zuständigkeiten und sorgfältige Übergaben. Unsere Patientinnen und Patienten sollen spüren, dass wir als Team arbeiten – und jederzeit wissen, wie es weitergeht.
Welche Rolle spielen die medizinischen Fachangestellten für die Patienten?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Sie sind wichtige Bezugspersonen und erleben oft unmittelbar, welche Fragen im Behandlungsalltag entstehen. Das kann die Anwendung einer Spritze sein, eine Unsicherheit vor einem Eingriff oder die Sorge, etwas falsch zu machen. Sie erklären, unterstützen und geben medizinische Rückfragen an uns Ärztinnen und Ärzte weiter. Ihre Aufmerksamkeit, Erfahrung und Nähe zu den Patientinnen und Patienten sind für die Betreuung sehr wertvoll.
Edona Mirakaj: Deshalb ist mir wichtig, dass unsere Mitarbeitenden Zeit für verständliche Erklärungen haben und selbst Rückhalt erfahren. Eine gute Einweisung und ein ruhiges Gespräch können viel Sicherheit geben. Genauso wichtig ist es, offen sagen zu können: Hier brauche ich ärztliche Rücksprache. Gute Zusammenarbeit bedeutet auch, Verantwortung und ihre Grenzen klar zu kennen.
Die Arbeit im IVF-Labor bleibt für viele Menschen unsichtbar. Warum ist sie so wichtig?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Im Labor findet ein besonders sensibler Teil der Behandlung statt. Der sorgfältige Umgang mit Eizellen, Spermien und Embryonen verlangt Fachwissen, Erfahrung und verlässliche Arbeitsbedingungen. Die Beobachtungen des Laborteams sind für unsere weiteren Gespräche und medizinischen Entscheidungen von großer Bedeutung. Unsere Aufgabe ist es, diese Erkenntnisse verständlich einzuordnen. Die Zeit zwischen Eizellentnahme und Transfer ist für viele Menschen von Hoffnung und Anspannung geprägt.
Edona Mirakaj: Gerade dann braucht es klare Absprachen darüber, wann und durch wen eine Rückmeldung erfolgt. Sorgfältige Dokumentation, eindeutige Zuordnung und abgestimmte Übergaben gehören ebenso zur Qualität. Vieles geschieht im Hintergrund. Für unsere Patientinnen und Patienten zählt, dass sie Orientierung erhalten und mit ihren Fragen wahrgenommen werden.
Warum braucht es neben der ärztlichen Leitung eine eigenständige Geschäftsführung?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Gute medizinische Betreuung braucht gute organisatorische Voraussetzungen. Personalplanung, funktionierende Abläufe und die Abstimmung der verschiedenen Bereiche erfordern eigene Erfahrung und Aufmerksamkeit. Edona Mirakaj und ihr Team schaffen diese Voraussetzungen. Das unterstützt uns Ärztinnen und Ärzte dabei, uns auf Beratung, Diagnostik und Behandlung zu konzentrieren. Gleichzeitig besprechen wir gemeinsam, was die medizinische Arbeit im Alltag benötigt.
Edona Mirakaj: Ich halte diese Verbindung für sehr wichtig. Mein Team und ich schauen darauf, wie unsere Abläufe für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende funktionieren: Wo entstehen unnötige Wege? Wo braucht es Unterstützung? Welche Verantwortung muss noch klarer geregelt werden? Die ärztliche Leitung verantwortet die Medizin, wir gestalten die Organisation im engen Austausch. Beide Perspektiven sind notwendig.
Welche Rolle spielen digitale Angebote und die Erreichbarkeit im Behandlungsalltag?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Fragen entstehen oft erst nach dem Gespräch oder zu Hause bei der Vorbereitung auf einen Behandlungsschritt. Deshalb ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten uns unkompliziert erreichen können. Digitale Kontaktmöglichkeiten ergänzen das persönliche Gespräch sinnvoll. Medizinische Fragen werden im Team an uns Ärztinnen und Ärzte weitergegeben, damit wir sie fachlich einordnen und beantworten können.
Edona Mirakaj: Unsere digitalen Kontaktmöglichkeiten erleichtern vielen Menschen die Abstimmung mit ihrem Alltag. Anliegen können unkompliziert übermittelt werden, und wir kümmern uns so zeitnah wie möglich darum. Auch unsere telefonische Erreichbarkeit haben wir so organisiert, dass Patientinnen und Patienten zuverlässig einen Ansprechpartner finden. Entscheidend ist für mich: Hinter jeder digitalen Nachricht steht ein aufmerksames Team, das sich um die Anliegen kümmert.
Wie gehen Sie mit schwierigen Verläufen um und wie bleiben Sie medizinisch auf dem aktuellen Stand?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Wenn eine Behandlung anders verläuft als erhofft, nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige Einordnung und ein persönliches Gespräch. Wir beziehen den bisherigen Verlauf und die Beobachtungen des Labors ein. Langjährige Erfahrung hilft dabei, Situationen differenziert zu bewerten. Ebenso wichtig sind Fortbildung und wissenschaftlicher Austausch. Neue Möglichkeiten müssen wir kritisch prüfen: Für wen können sie sinnvoll sein, und wie gut ist ihr Nutzen belegt? Wir möchten begründete Empfehlungen geben und ehrlich bleiben – auch dann, wenn wir keinen Erfolg versprechen können.
Edona Mirakaj: In solchen Situationen ist auch die persönliche Begleitung wichtig. Manche Menschen möchten zeitnah über den nächsten Schritt sprechen, andere brauchen zunächst Abstand. Darauf möchten wir eingehen. Unser Team soll aufmerksam bleiben und Unterstützung anbieten, ohne Druck aufzubauen.
Warum liegt Ihnen der Umgang mit den Mitarbeitenden so am Herzen?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Gute Betreuung wird immer vom gesamten Team getragen. Wenn Mitarbeitende Fragen stellen, ihre Erfahrung einbringen und Schwierigkeiten offen ansprechen können, stärkt das unsere gemeinsame Arbeit. Diese Kultur ist mir als ärztlichem Leiter sehr wichtig.
Edona Mirakaj: Ich bin überzeugt: Wertschätzung innerhalb des Teams kommt auch bei den Patientinnen und Patienten an. Dazu gehört, Sorgen und Belastungen ernst zu nehmen, Stärken zu fördern und ansprechbar zu sein. Besonders berührt es mich, wenn sich Menschen bei uns bewerben, mit denen wir früher bereits zusammengearbeitet haben. Sie kennen unsere Arbeitsweise – und das empfinde ich als schönes Zeichen von Vertrauen. Stolz macht mich auch, wenn Mitarbeitende eigene Ideen einbringen und sich mit BestFertility identifizieren.
Was möchten Sie bei der weiteren Entwicklung von BestFertility bewahren?
Dr. Friedrich Gagsteiger: Den Blick auf den einzelnen Menschen. Medizinisch sorgfältig zu arbeiten bedeutet für mich auch, zuzuhören, verständlich zu erklären und Entscheidungen gemeinsam zu besprechen. Ich freue mich, dass unser Team diesen Anspruch teilt und jede und jeder mit Erfahrung und Engagement dazu beiträgt.
Edona Mirakaj: Dass wir dieselben Ziele verfolgen und unsere Arbeit immer wieder aus Sicht der Patientinnen und Patienten betrachten. Kurze Wege, verlässliche Absprachen und ein wertschätzendes Miteinander sollen unseren Alltag prägen. Wir sind sehr dankbar für das, was wir gemeinsam aufgebaut haben – und möchten diese Haltung miteinander weiterentwickeln.
Abschließende Worte
Dr. Friedrich Gagsteiger: Wir haben BestFertility mit dem Wunsch aufgebaut, Menschen auf ihrem Weg zum eigenen Kind medizinisch sorgfältig, ehrlich und persönlich zu begleiten. Jede Kinderwunschgeschichte ist individuell – deshalb nehmen wir uns Zeit, zuzuhören, Befunde verständlich einzuordnen und gemeinsam einen passenden Weg zu entwickeln.
Edona Mirakaj: Uns ist wichtig, dass Sie sich bei uns nicht nur medizinisch gut betreut, sondern auch menschlich gesehen und unterstützt fühlen. Wenn Sie Fragen haben, eine erste Einschätzung wünschen oder einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.
BestFertility – Erfahrung, Vertrauen und ein Team an Ihrer Seite.
